William Voltz "Die tote Stadt" (1965)

(Utopia Classics Nr. 53, 1983)

 

 Inhalt

Die Welt nach dem 3. Weltkrieg. Der Atomkrieg hat nur noch wenige Menschen übrig gelassen. Diese Leben in einer großen Stadt, die von dem Friedenslord und der MACK, dem großen Rechenzentrum, regiert wird. Dazu kommen Mutanten, die außerhalb in der Toten Stadt dahin vegetieren. Sie können sich nur an die Zeit von 2 Tagen erinnern. Danach ist Leere.

Täglich werden aus der Stadt Personen durch MACK zu Freiwild. 4 Jäger, die vom Friedenslord bestimmt wurden, gehen auf die Jagd. Das "Wild" hat 3 Tage Zeit, den Jägern zu entkommen, ansonsten wird es zur Strecke gebracht.

Ein Gejagter ist der Arbeiter Tyler Muto. Er flieht in die tote Stadt und mit der Hilfe des Mutanten Zortig kann er auch einige Zeit überleben.
Die beiden entdecken in einem Seitental eine andere Stadt und ein Raumschiff. Treibt der Friedenslord ein falsches Spiel? 

 

Persönliche Meinung 

Ich habe von William Voltz "Die tote Stadt" gelesen und muss sagen: Ganz großartig. Die ursprüngliche Version ist von ihm 1965 (noch als Kranführer!) geschrieben worden. Immer wenn er Pause hatte, hat er daran weiter gearbeitet. So steht es im Vorwort.

 

Mich hat der Roman sehr bedrückt. Zuerst dachte ich, oha was für ein totalitärer diktatorischer Staat. Dann wandelt sich das Bild. Der Friedenslord hat seine Gründe und es ist nicht alles so, wie es scheint.

 

 Was mich jedoch am meisten bewegt hat, ist dass sich seit 1965 nichts geändert hat: Es gibt immer noch die Umweltschäden, die Kriege, die Überbevölkerung und auch (leider wieder) die Angst vor einem Atomkrieg .


Ich weiß schon, warum William Voltz für mich einer der besten Autoren ist. Seine Stories sind genial, seine Wendungen einfach sehr gut platziert.

Alles in allem eine 1.


(c) Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Frederik Pohl Jack Williamson "Duell in der Tiefe" (1954)

Untertitel: "Der Kampf um die Schätze des Ozeans"

 

(Utopia Classics Nr. 4, 1978)

 

Inhalt

Auf der Erde hat man einige Unterwasserstädte gebaut. Eine davon ist die Marinia, in der im großen Stil Tang- und Fischfarmen existieren und Bodenschätze abgebaut werden.

Jim Eden ist Kadett in der US-Tiefsee-Akademie. Er durchläuft das übliche Prozedere: Drill, Schikane usw. Man hat ihn besonders auf den Kicker da sein Onkel ein bekannter Tiefseeforscher und Entwickler einer besonderen Legierung ist, die das Material viel widerstandsfähiger macht und man somit größere Tiefen aufsuchen kann.

Dann wird er aber unehrenhaft entlassen.

Sein Onkel stirbt und er wird dessen Erbe. Doch bevor er es antreten kann, wird er gejagt.

Sein Onkel hat nämlich einen Claim, in dem viel Uran vermutet wird - der Kraftstoff für die Atom-Uboote. Der ehemalige Partner Sperry will nun alle Anteile haben und versucht Jim umzubringen.

Dieser kann sich in den Untergrund einer Kuppelstadt flüchten und freundet sich mit Gideon, einem ehemaligen Arbeiter seines Onkels, an, der im Untergrund lebt.

Sperry lässt die beiden gefangen nehmen und durch einen Gedankenapparat erfährt Jim, dass sein Onkel ermordet worden ist.


Daraufhin brechen Jim Eden und Gideon aus, stehlen ein Unterseeboot und steuern auf den Ort zu, wo Jims Onkel verschollen ist.

Sie finden den Seewagen und schleppen ihn zu einem Stützpunkt Onkel Stewarts ab. Als sie ihn öffnen finden sie den Onkel lebend vor.

 Stewart erklärt, dass es in den Eden Tiefen so viel Uran gibt, dass es die Menschheit für lange Zeit antreiben kann. Doch noch gibt Hallam Sperry nicht auf und verfolgt die Gruppe. Nach dem finalen Kampf, in dem der Seewagen Sperrys untergeht, wird die Gruppe in die Unterwasserstadt gebracht. Dort werden Jim Eden und sein Kamerad Bob Eskow rehabilitiert und in die US-Tiefsee-Akademie zurück beordert.

Persönliche Meinung

Oha. Ein Roman für zwischendurch, der ganz nett ist,  aber auch nicht mehr.

Ein Krimi, der unter Wasser spielt.

Für alte Leseratten ist die Story sehr vorhersehbar, und natürlich darf ein Happy End nicht fehlen.

Innerhalb der UC kommen noch ein paar Romane über die Unterwasserstädte.


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William Voltz "Sternenkämpfer" (1958)

(Utopia Classics Nr. 2, 1979)

 

Inhalt

Der Roboter Shaw soll zusammen mit seinem "Herrn" Wade Quentin einen Mord auf dem Planeten Bostik aufklären. Quentin ist Sternenkämpfer - also eine schnelle Eingreiftruppe, die den Frieden sichern soll.

Bei ihren Untersuchungen stellen sie fest, dass der Planet von Energiewesen, die alles in reine Energie verwandeln wollen, langsam übernommen wird. Dazu kommt noch, dass sie auf dem Planeten ein unscheinbares Wesen finden, welches wie ein Seeigel ausschaut und sich ihnen anschließt.

Tobo kann Gedanken lesen, manipulieren und Trugbilder erzeugen. Zuerst ist es nur eine Stadt, die als Trugbild dient, aber es kann das ganze Universum betreffen.

Ungewollt ziehen die Beiden sich aber den Zorn von Marsianern auf sich und so müssen sie zwischen mehreren Parteien agieren. Unterstützt werden sie dabei von der Roboterspezialistin Dr. Maine und Sherpas, Menschen, die im Untergrund des Planeten leben. Sie wollen den Planeten zur Nova machen und dadurch die Invasoren vernichten.

Auf ihrer Reise dorthin werden sie von Piraten angegriffen, von einem unbekannten kugelförmigen Schiff verfolgt und dann noch von dem Admiral der Terranischen Sternenflotte angegriffen. Diesen Angriff nutzen die Piraten um sich aus der Zelle zu befreien. Während des Kampfes in der Zentrale findet der Piratenkapitän den Tod.

Wade kommt ein unglaublicher Verdacht: Was ist, wenn Tobo gar nicht so harmlos ist, und die Trugbilder und die Terraner manipuliert hat? Er findet kein Gehör und so nimmt das Schicksal auf dem Planeten Bostik seinen Lauf.

Es stellt sich heraus, dass Tobo vom "großen Roten" ausgewählt worden ist, um die Eindringlinge zu Vertreiben. Durch einen Trick wird er enttarnt. Die Menschen verlassen den Planeten. Auf dem Weg zur Erde machen sie noch Halt bei einem Freiheitskämpfer, der sich als Alien entpuppt, der das Universum unterjochen will.

Perslönliche Meinung

Ich habe schon wesentlich schlechtere Romane gelesen. Und dieser hier ist für ein Erstlingswerk wirklich gut.

Natürlich sind die Charaktere nicht so ausgefeilt, wie später von WV betrieben. Tobo erinnert mich an eine Mischung aus Tribble und Gucky (Aus Perry Rhodan).

Da am Ende Wade Quentin und Shaw wieder zusammen sind, denke ich mir, dass da noch mehr Geschichten um die beiden gestrickt worden sind.


Vom Schreibstil sehr interessant finde ich, dass jedes Kapitel von einem anderen Protagonisten in der ICH Erzählweise geschrieben ist. Sehr schönes Stilmittel, um die Gedanken und Handlungsweisen der Charaktere besser zu verstehen.


(c) Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt

Clark Darlton "Der Tod kam von den Sternen" (1958)

(Utopia Classics Nr. 5, 1979) 

Inhalt

Das Raumschiff HELOS unter dem Kommando von Captain Russel entdeckt einen Planeten, der die Sonne Zeta Herkuli umkreist. Dort fällt ihnen eine wunderschöne Blume auf. Je nach Stimmung des Betrachters verändert diese ihre Farbe. Die Biologin Rita nimmt ein paar Pflanzen und deren Samen mit auf die Erde.

10 Jahre später ist Rita mit Jerry Smith verheiratet und langsam wird der Farbstoff der Pflanze für industrielle Zwecke genutzt: Es gibt Wandfarbe, Lippenstifte und Kleidung, die ihre Farben wechseln.

Doch Jerry hat Angst vor der Pflanze.

Mr. Small, ein Angent des SSD (Solare Sicherheits Dienst), findet heraus dass das nie ein Mr. Smith in Denver 2044 geboren worden ist. Vor 10 Jahren kannte niemand diese Person. Als er ihn zur Rede stellen will, fällt dessen Maske und er zeigt sein wahres Gesicht. Starr vor Entsetzen fällt Small Tod um.

Bei einer Befragung des obersten SSD-Chefs und später dem Weltpräsidenten persönlich erzählt Jerry Smith seine Geschichte:

Er ist einer der galatischen Beobachter und soll den Planeten SOL III schützen. Es existiert nämlich ein galatisches Imperium, von dem die Menschheit noch nichts weiß.


Jerry hat enorme Angst, Rita zu verlieren. Doch diese willigt ein, mit ihm in die Unendlichkeit des Weltalls zu gehen. Der Preis für Jerry ist hoch: Er wird immer in der Gestalt des Terraners bleiben - den Rest seines 1000 jährigen Lebens.....

Persönliche Meinung

Mir hat der Roman gut gefallen, besonders die Wendungen. Zum Anfang dachte ich, den Weg des Romans schon zu kennen - Jerrys Mysterium war von mir schnell gelöst - wurde aber eines Besseren belehrt. Mir hat er gut gefallen und hat mich sehr gut unterhalten.

OK, das Bild der Frau von 1958 ist halt nicht mehr aktuell: Sie folgt ihrer großen Liebe überall hin und hängt schmachtend an seinen Lippen.

Clark Darlton hat mich besonders beim Schluss staunend zurück gelassen....... Einfach nur ein großartiger Schachzug.


(c) Pabel-Moewig Verlag KG, Rastatt